Freestyle

13585109_722626411173770_5269983911950504349_oVergangenes Wochenende war es mal wieder soweit. Die besten Athleten der deutschen Street Workout Szene kamen auf dem Stuttgarter Schlossplatz zusammen, um sich sportlich zu messen.

Ungefähr 16 Athleten standen sich in der Kategorie Freestyle gegenüber. Gleich in der ersten Runde legte Ewald Mironov vor und beeindruckte mit breit gefassten Maltese. Man wollte nichts unversucht lassen den besten Freestyler zu küren.

Sam Bürsner ließ die Zuschauer mit einen supertiefen cleanen Handstand am Barren aufhorchen. Später sollte ihm seine generell starke Performance Platz 2 einbringen. Hier zeigt sich wieder, dass Sportler, die einen Turner-Hintergrund besitzen, davon ungemein im Calisthenics-Sport profitieren können.

Am Ende sollte jedoch Korash Kabir nach den bitteren zweiten Plätzen (2014, 2015) die Nase vorn haben. Mit einer runden, auf die Musik abgestimmte, fast fehlerfreien Performance darf er sich von nun an verdient: Deutscher Calisthenics Meister 2016 nennen.

Leider konnte aufgrund mangelnder Teilnehmerinnen keine deutsche Meisterin in der Kategorie Freestyle gekürt werden.

Freestyle Männer

1. Korash Kabir (Frankfurt)
2. Sam Bürsner
3. Ewald Mironow (Beast Brothers – NRW)


Power Männer

13567115_1107296002642759_5405297809371140374_nBei der Power Competition der Männer gab es keine Überraschungen und in der Kategorie unter 80kg und über 80kg gewannen die Favoriten klar. Dips wie immer mit +48kg und die Klimmzüge mit +32kg Zusatzgewicht.

Power Männer über 80kg

Dips 1. Frederik Imasuen mit 13 Wiederholungen (Street Workout Münster)
Klimmzüge 1. Frederik Imasuen mit 16 Wiederholungen (Street Workout Münster)

Power Männer unter 80kg

Dips 1. Dave Goes Beastmode mit 17 Wiederholungen (Calisthenics Wetzlar)
Klimmzüge 1. Dave Goes Beastmode mit 14 Wiederholungen (Calisthenics Wetzlar)


Power Frauen

Bei den Frauen war wie immer wieder alles fest in der Hand von Calisthenics Wetzlar, den im Moment wohl stärksten Frauen der europäischen Calisthenics Szene.

Spätestens nachdem Monique König aus Erfurt auf ihren Start bei der deutschen Meisterschaft verzichtete war klar, dass es nur noch darum ging wie die Plätze an die Power-Frauen aus Wetzlar verteilt werden.

Am Ende überzeugt Christine Kring mit 22 Klimmzügen und unglaublichen 39 Dips.

1. Christine Kring 22 Klimmzüge und 39 Dips (Calisthenics Wetzlar)
2. Simone Techau 21 Klimmzüge und 31 Dips (Calisthenics Wetzlar)
3. Hannah Neumann 17 Klimmzüge und 23 Dips (Calisthenics Wetzlar)


Trotz längerer Verletzungspause überzeugt Sven Brick aka Sven Calisthenics Wheels mit einer spektakulären Performance auf zwei Rädern. Video –>HIER!

Zusätzlich versuchte sich Voskan Danielyan daran den Klimmzug-Weltrekord zu brechen. Mit 102,5kg Extragewicht am Gürtel scheiterte er nur knapp. Aber wer den Jungen kennt weiß, dass das nicht der letzte Versuch war.

Denkanstöße

Viele bekannte Gesichter blieben der Veranstaltung leider fern, was möglicherweise drauf zurück zu führen ist, dass die Deutsche Meisterschaft wieder einmal sehr kurzfristig angekündigt wurde.

13589058_10153590157946759_59554917_oGrößter Knackpunkt war jedoch die Location in Stuttgart. Während die Bühne am Schlossplatz zwar eine Vielzahl an Besuchern anlockt, schränkt eine einzige Klimmzugstange und ein Barren die Athleten in ihrer Entfaltungsmöglichkeit ein. Wobei sich die Frage stellt, warum nicht ein richtiger Calisthenics-Park (die es ja mittlerweile mehr als genug in ganz Deutschland gibt) gewählt wurde. Dazu kommt die Problematik, dass den Athleten keine Stangen zum Aufwärmen zur Verfügung standen.

Hoffen wir, dass 2017 diese Veranstaltung an einem offenen Workout Park stattfinden kann und wieder zu einem Treffpunkt der gesamtdeutschen Szene wird.

Bis dahin, Happy Pulling und sportliche Grüße

Euer Paul

Veröffentlicht von Paul Böhme

Co-Founder of Calisthenics-Parks and chief of editorial staff.

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