Berlins erster professioneller Street Workout Park

Update mit neusten Infos vom 09.07.2015

Berlin ist um eine „Attraktion“ reicher und zwar aus sportlicher Sicht. Am 18. Juni 2015 eröffnete der erste professionelle Street Workout Park in Berlin seine Pforten – egal ob Calisthenics, Freeletics, Crossfit oder allgemeiner Breitensport – was im Poststadion umgesetzt wurde, ist einzigartig in der Haupstadt.

An dieser Stelle kommt sicherlich bei den meisten die Frage auf:
Wie haben die das bloß geschafft, dass in deren Stadt ein vollwertiger Street Workout Park gebaut wird?

Der erste und mit Abstand wichtigste Teil des Weges ist das Netzwerken. Man muss sich bemerkbar machen, ein gewisses Grundrauschen erzeugen, regelmäßig präsent sein und solange an Türen klopfen, bis man eine Chance bekommt. Diese sollte man dann ohne Zögern wahrnehmen und mit der Umsetzung des eigenen Vorhabens beginnen.

berlin calisthenics park street workout kenguru.proUm handeln und vor allem überzeugen zu können, braucht man einen Fahrplan. Gemeint ist ein strukturiertes Konzept, aus dem hervorgeht, um was es geht und was man mit welchem Schritt bezwecken möchte. Ein Konzept ist vor allem für die Handelnden wichtig, da erst mit der Niederschrift klar wird, auf welchem Weg das Ziel erreicht werden kann. Es soll zudem alle Beteiligten über Ziel und Zweck des eigenen Projektes informieren und überzeugen können.

 

Der eigene Park kann eine zeitintensive Angelegenheit werden und braucht viel Geduld…

Ihr solltet euch im Klaren darüber sein, dass der Weg zum professionellen Gerätepark sehr zeitintensiv und nervenaufreibend sein kann. Es bedarf vor allem eines langen Atems, eigenes Engagements und Beharrlichkeit, um diesen Weg bis zum angestrebten Ziel gehen zu können.

Unser Weg startete im Februar 2014 bei einer offenen Sprechstunde des Bezirksbügermeisters von Berlin Mitte, Herrn Dr. Hanke. Wir bekamen die Gelegenheit unser Projekt vorzustellen. In einer Präsentation stellten wir uns „Barliner Workout Berlin“ und die Sportart Calisthenics vor. Dabei legten wir unseren Fokus vor allem auf den Mehrwert des Projektes für die Stadt sowie partizipierende Sportvereine und Gruppen.

Entgegen unserer Befürchtung, dass wir als junge Sportgruppe von den Anwesenden kaum wirklich wahrgenommen werden würden, zeigten die Beteiligten und vor allem Herr Dr. Hanke ein großes Interesse an unserem Projekt. Auch wenn er uns zu dem Zeitpunkt keine großen Hoffnungen auf eine schnelle Realisation machen konnte, war der erste Schritt getan – wir haben auf uns aufmerksam gemacht und das erste Bild von uns und unserem Vorhaben hinterlassen.

Eines war uns nach dem Gespräch auf jeden Fall klar, dass wir noch ganz am

 

berlin kenguru.proAnfang standen und einen langen Weg vor uns hatten. Doch es heißt ja nicht umsonst „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“. So blieben wir stetig am Ball und bemühten uns um weitere Gespräche mit Entscheidungsträgern des öffentlichen Dienstes.

Zur großen Überraschung für uns alle kam es bereits nach drei Monate zu erkennbaren Fortschritten und Gesprächen. In der Regel vergehen bei vergleichbaren Projekte oft mehrere Jahre bis die Fertigstellung bzw. eine endgültige Freigabe der Anlage erfolgen kann. Was uns betrifft, so gehörte bei solch einer schnellen Umsetzung des Projekts, eine ziemlich große Portion Glück dazu.

Es folgten Einladungen zu mehreren Versammlungen von denen die Bezirksverordnetenversammlung des Bezirks Mitte die ausschlaggebendste für das Fortkommen des gesamten Projektes war. Die teilnehmenden Entscheidungsträger aus Politik und Sport waren von dem Projekt „Barliner Workout Berlin“ mehr als überzeugt und kündigten eine Unterstützung des Bauvorhabens an. Das Poststadion in Berlin Moabit wurde als eine mögliche Fläche/ Option für den Gerätepark vorgeschlagen und die Finanzierungszusage des Parkbaus kam, dank einer bereits für das Gelände geplanten Aufwertung, relativ zeitnah hinterher.

An dieser Stelle ein besonderer Dank und Anerkennung an Herrn Schmidt und seine Kollegen aus dem Sportamt Berlin-Mitte, ohne deren massiven Mitwirkung und persönlichen Engagements die öffentlichen Gelder in Höhe von rund 35.000,- EUR niemals so schnell zu erbringen gewesen wären.

berlin kenguru.pro parkBereits im September 2014 konnten die ersten Vermessungen der Fläche im Poststadion sowie die Planung zur Ausstattung des Geräteparks erfolgen. Um den Vorgaben der Ausschreibung gerecht zu werden, sollten mehrere Kostenvoranschläge von drei unterschiedlichen Geräteherstellern herangezogen werden, von denen dann einer den Auftrag über die Lieferung der Sportgeräte erhalten hat.

Im Laufe des Bauprozesses kam es immer wieder zu diversen bautechnischen Verzögerungen, wie z. B. durch die notwendige Erweiterung der Flächen aufgrund mangelnder Sicherheitsabstände oder durch eine Nichteinhaltung der Lieferfristen durch den Gerätehersteller sowie durch eine zeitliche Verzögerung bei der Verlegung des Fallschutzes.

ducoTrotz dieser Unannehmlichkeiten, konnte der Gerätepark immer noch früher fertiggestellt werden als zunächst angenommen. Der erste Street Workout Park Berlins ist nun endlich zur Benutzung freigegeben und steht für Alle zum freien Training zur Verfügung.

Wer Interesse hat, kann sich gerne auf der Homepage von „Barliner Workout Berlin“ http://www.barliner-workout.de/ über das Calisthenics Training informieren oder einfach nach Belieben vorbeikommen und mitmachen.

 

 

Zum Park geht es –> Hier!

Mehr Infos zum Thema Parkbau bekommst du auf  folgender Webseite http://streetworkout-parks.de/ oder direkt über info@streetworkout-parks.de

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Denis Vitaliev
Über Denis Vitaliev
Mitbegründer und Leiter von Barliner Workout – einer Calisthenics Bewegung in Berlin, CEO von calisthenics-vitamo.de & streetworkout-parks.de. Amtierender Deutscher Meister der Calisthenics Power Competition in der Kategorie Weighted Dips (+48 kg).

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